Die Darmflora aufbauen

Eine Darmsanierung dient dazu, die natürliche Darmflora wieder aufzubauen, wenn sie durch Fehlernährung, Medikamente oder eine Durchfallerkrankung aus dem fein austarierten Gleichgewicht geraten ist. Manchmal wird sie mit einer vorausgehenden Darmreinigung kombiniert. Die klassische Darmsanierung besteht aus drei Komponenten: Einer Ernährung, die konsequent auf Zucker, Genussgifte und Weißmehl verzichtet, um beispielsweise unerwünschten Pilzen die Nahrung zu entziehen. Zweitens: der Zufuhr von Probiotika mit nützlichen Mikroorganismen wie Bifidobakterien und Lactobazillen. Drittens: der Einnahme von Präbiotika wie beispielsweise Inulin, die günstige Lebensbedingungen für die „guten“ Bakterien bilden.

Was bringen Präbiotika und Probiotika?

Alles, was wir an Nahrung zu uns nehmen, muss durch den Magen. Dieser hat ein sehr saures Milieu, wodurch viele Keime direkt abgetötet werden, bevor sie weiter in den Körper gelangen. Was hier einen effektiven Schutz vor eindringenden Krankheitskeimen bedeutet, ist für die Zufuhr von nützlichen, lebenden Bakterien, wie sie in Probiotika enthalten sind, natürlich nachteilig: Nur ein Bruchteil der Mikroorganismen überlebt die Magen- und Gallensäuren. Man muss daher entweder magensaftresistente Kapseln oder große Mengen der Mikroorganismen zu sich nehmen, um einen positiven Effekt zu erzielen. Probiotika können sich dann tatsächlich auf manche Darm- und Durchfallerkrankungen positiv auswirken. Aber auch normaler, fettarmer Naturjoghurt kann schon helfen. Zwei bis drei Becher täglich sollten es aber schon sein.

Im Darm angekommen, vermehren sich die nützlichen Bakterien besonders gut, wenn sie günstige Bedingungen vorfinden: Optimale Nahrungsgrundlage für Laktobazillen und Bifidusbakterien sind beispielsweise die sogenannten Präbiotika – unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Nahrung. Auch aus diesem Grund sind frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte so gesund.